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Wer sich kreativ betätigen möchte und auf der Suche nach einem neuen Malgrund ist, könnte es mit dem Bemalen eines ausgedruckten 3D-Modells versuchen. Die Technik des 3D-Drucks wird immer beliebter, seit einiger Zeit sind die Drucker im Handel erhältlich. Ein eigener 3D-Drucker ist hierfür gar nicht unbedingt erforderlich, man kann sich fertig ausgedruckte Modelle kaufen. Die dreidimensionalen Objekte gibt es in jeder Form und Größe. In Verbindung mit der richtigen Ausrüstung kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und ganz besondere Kunstwerke erschaffen. Was man dafür benötigt? Um das Ganze einmal auszuprobieren, sollte man die Grundausstattung am Anfang möglichst klein – und damit kostengünstig – halten. Später kann man immer noch alles Mögliche dazu kaufen.

Welche Farben eignen sich?

Die Modelle sind weiß, das ist perfekt: So spart man sich das Grundieren. Zum Bemalen der dreidimensionalen Objekte ist Acrylfarbe sehr gut geeignet. Diese hat deckende Eigenschaften, wenn man sie nicht mit Wasser verdünnt und pastos aufträgt. Alle Farben können miteinander vermischt werden. Acrylfarbe trocknet schnell, sie ist recht lichtbeständig.

Gut zu wissen: Acrylfarbe besteht aus Pigmenten und Bindemittel. Das Bindemittel hat klebende Eigenschaften. Deswegen lassen sich durch Hinzufügen von kleinen Partikeln wie Sandkörnern reliefartige Strukturen erzielen. Man kann auch andere Elemente mit der Farbe am Objekt befestigen: Papierschnipsel zum Beispiel, Holzstückchen, Watte …

 

Grundsätzliches über Pinsel

Je nachdem, wie das Modell beschaffen ist, eignen sich Borstenpinsel verschiedener Größen für die Flächen. Für kleine Zwischenräume kann man Haarpinsel verwenden. Um das Bemalen von 3D-Modellen mit Acrylfarbe nur einmal auszuprobieren, genügen einfache und günstige Pinsel aus Kunsthaarfasern. Diese haben den Nachteil, dass sie häufig Haare verlieren und die Farbe weniger gut aufnehmen. Mehr Freude hat man mit Pinseln aus Naturhaaren; diese sind entsprechend teurer. Allerdings ist das eine Investition, die sich lohnt. Mit entsprechender Pflege halten sie sehr lange. Und es verteilen sich keine Haare auf dem Modell.

Wichtig: Nach dem Malen mit lauwarmem Wasser und Seife auswaschen.

Eine Farbpalette zum Mischen

Für das Mischen der Farben untereinander benötigt man eine Palette. Diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Verwendet man eine Kunststoffpalette, sollte man eine Aluminiumfolie über die Fläche legen. Gibt man die Farbe direkt auf die Palette, lassen sich die Farbreste nur sehr schwer entfernen. Sie kleben am Kunststoff fest und man kann nicht mehr erkennen, welche Farbe wohin gehört. Die Aluminiumfolie hingegen kann man später einfach abmachen und entsorgen. Man kann sich eine Palette auch einfach selbst basteln: Ein Stück fester Karton, ein dünnes Stück Holz, Metall oder Kunststoff mit Aluminiumfolie umwickelt – fertig ist die Farbpalette.

Wasserbehälter

Um den Pinsel zwischendurch auszuwaschen, benötigt man einen Wasserbehälter. Er sollte groß genug sein, sodass das Wasser lange frisch bleibt. Gut geeignet sind Joghurtbecher oder große Gläser – natürlich muss man sie vorher abwaschen.

Lappen oder Küchenrolle

Um überschüssige Farbe vom Pinsel abzutupfen oder eventuelle Korrekturen vorzunehmen, sollte man einen Mallappen verwenden. Hierfür eignet sich ein zum Beispiel ein altes Geschirrtuch oder anderes Stück Stoff. Alternativ kann man auch Küchenrolle verwenden. Hat man alle Utensilien zusammen, steht einem kreativen Ausleben der eigenen Ideen nichts mehr im Weg.