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Auch in der heutigen Zeit bleibt es für viele Menschen unumgänglich, eine Zahnschiene oder Zahnspange zu tragen. Leider fällt diesem langfristigen Wachstum an Ästhetik ein gewisser Zeitraum zum Opfer. Denn Zahnspangen wirken oft Aufmerksamkeit erregend und unschön. Deshalb wächst der Markt für durchsichtige Zahnschienen. Diese sind beinahe unsichtbar und bewahren somit auch einen schönen optischen Eindruck. Damit der Nachfrage nach diesen Schienen nachgekommen werden kann, setzen sich immer mehr neue Produktionsweisen durch. Seit kurzer Zeit werden daher auch Zahnschienen mit 3D-Druckern hergestellt. Firmen wie Stratasys oder die chinesische Firma Smartee Denti-Technology haben diesen Markt für sich entdeckt.

Welche Art von Schienen wird produziert?

Primär widmen sich die Hersteller den Druckern. Diese sollen möglichst schnell hochwertige Zahnschienen produzieren. Dabei darf allerdings auch die Qualität nicht vernachlässigt werden. Mithilfe einer Software ist die Handhabung jedoch auch für Laien nicht zu kompliziert. Unter Nutzung der Software können kleinste Anpassungen vorgenommen werden, sodass für jeden Kunden eine individuelle Zahnschiene gedruckt werden kann. Ein Drucker ist dabei in der Lage, bis zu 400 Schienen täglich zu produzieren.

Welche Vorteile bietet diese Vorgehensweise?

Neben dem bereits erwähnten hohen Produktionsumfang, bieten sich allerdings auch noch weitere Vorteile. Mithilfe des Computerprogramms ist es den Zahntechnikern möglich, vorausschauend zu planen. Es besteht deshalb auch die Möglichkeit, mehrere unterschiedliche Schienen für einen Kunden anfertigen zu lassen. Die minimalen Veränderungen liegen in der Form der Schiene. Die Software kann im Vorhinein berechnen, wie sich das Gebiss an die Schienen anpassen wird. Es kann eine Vorschau gegeben werden, wie die Veränderungen aussehen werden. Die 3D-gedruckten Zahnschienen können so schon über Monate hinweg vorhergesehen werden und demnach auch produziert werden. Der betroffene Patient profitiert davon im doppelten Maße. Denn er spart sich den ständigen Besuch beim Zahnarzt und bekommt zudem noch eine genaue Anleitung, wann er welche Schiene benutzen muss. Er ist also in bestimmter Hinsicht selbst daran beteiligt, dass seine Zahnstellung sich verbessert. Der Fortschritt ist ständig nachvollziehbar.

Wird sich diese Produktionsweise durchsetzen?

Es scheint so, dass immer mehr Zahnärzte auf diese Technik setzen. Als Grund dafür kann man auch anbringen, dass die Drucker und deren Software unter anderem auch von Universitäten weiterentwickelt werden. Durch diese hochtechnologische Vorgehensweise besteht also durchaus die Möglichkeit, dass immer mehr Ärzte auf 3D-gedruckte Schienen setzen. Die Verkaufszahlen wachsen nämlich stetig und so auch die Anbieter von 3D-Druckern für Zahnschienen. Vor kurzer Zeit erschienen zudem erste 3D-Drucker, die nicht nur Schienen produzieren können. Diese neuen Modelle dienen bereits dazu, ganze individuelle Zahnprothesen zu fertigen.

Bisher werden Dauermagneten für Elektromotoren noch unter Einsatz von bewährten und traditionellen Methoden hergestellt. Die Produktion mit Pulverkompression und Sintern oder das Spritzgussverfahren machen es allerdings immer nötig, den Magneten nachträglich noch zusammenzufügen. Forscher vom National Research Council of Canada haben es jetzt erstmals geschafft, ein neues Herstellungsverfahren zu erproben. Mithilfe von Kaltgasspritzen ist es ihnen gelungen, alle Produktionsschritte zu vereinen und ein neues 3D-Druckverfahren einzusetzen.

Was ist Kaltgasspritzen?

Die Methode des Kaltgasspritzens wird folgendermaßen vollzogen: Spezielles Pulver wird mit hoher Geschwindigkeit auf ein Trägermaterial geschossen. Gesteuert wird dies von einem Roboter. Die Düsen gehen dabei äußerst präzise und schnell vor. Große Produkte können in nur kurzer Zeit hergestellt werden. So ist es nun auch bei den Magneten der Fall.

Welche Vorteile bieten sich durch die neue Methode?

Wie bereits erwähnt, fallen viele zeitaufwändige Produktionsschritte weg. Somit werden auch die Produktionskosten gesenkt. Der Magnet wird komplett zusammenhängend hergestellt. Deshalb verfügt er über deutlich weniger Schwachstellen als gebräuchliche Magneten. Hinzu kommt, dass kein Zusammenbau notwendig ist. Durch die feste und zusammenhängende Verarbeitung wird es außerdem viel einfacher sein, die Magneten maschinell anzupassen und bearbeiten zu können. Daher besteht die Möglichkeit, in deutlich breiteres Spektrum an Designmöglichkeiten abzudecken. Des Weiteren bieten die modernen Magnete eine höhere Beständigkeit gegenüber Hitze, Korrosion und Oxidation an. Die Lebensdauer liegt deshalb weitaus höher als bei traditionell produzierten Magneten.

Ist das Produkt schon vollkommen ausgereift?

Perfekt sind die 3D-gedruckten Magneten natürlich noch nicht. Allerdings arbeiten die kanadischen Forscher stetig daran, weichere magnetische Materialien einzusetzen. Diese würden noch bessere Bearbeitungsmöglichkeiten bieten. Trotz dieser noch vorhandenen Verbesserungschance ist das Kaltgasspritzen definitiv zukunftsfähig. Dabei sind sich zumindest die kanadischen Forscher zu einhundert Prozent einig.

Wo können die kaltgasgespritzten Magnete zum Einsatz kommen?

Grundlegend sind die neuen Magneten für Elektromotoren entwickelt worden, z. B. für Elektroautos. Sie könnten damit einen weiteren Fortschritt in der elektrischen Mobilität bedeuten. Während dies als das Primärziel der Entwicklung markiert wurde, schauen die Forscher Fabrice Bernie und Jean-Michel Lamarre vom National Research Council of Canada schon weiter in die Zukunft. Sie hoffen, bald auch Magneten für andere Endprodukte herstellen zu können. Als Fernziel wurde daher auch festgelegt, dass Windkraftanlagen, Telekommunikation oder magnetische Kühlsysteme mithilfe des Kaltgasspritzens weiterentwickelt werden können. Bis dahin bietet sich allerdings noch ein stetiges Potential zu Verbesserung der neuen Technik, sodass diese ihren festen Platz auf dem Markt einnehmen kann. Die Zeit- und Kostenersparnis kann aber sicherlich schnell dafür sorgen, dass sich die neue Herangehensweise schnell etablieren wird.

Der menschliche Körper vollzieht eine Menge Dinge, welche vom Laien kaum nachvollziehbar sind. ein Beispiel dafür ist die Sehfähigkeit des Menschen. Sie ist zwar nicht so ausgeprägt wie die eines Adlers, dennoch ist sie enorm präzise und deutlich besser als bei anderen Tieren.
Man kann meist einschätzen, wie weit ein Gegenstand oder eine Person weg ist, man nimmt verschiedene Farben wahr und ein Eindruck von Dreidimensionalität entsteht. Doch wie kommt es dazu? Dies wird im Folgenden genauer erläutert.

Wie nimmt das Auge Gegenstände wahr?

Die Wahrnehmung des menschlichen Auges ist von vielerlei Dingen abhängig. So fließen Lichtverhältnisse, Entfernung und auch die Größe des jeweiligen Objekts in die Aufnahmefähigkeit ein. Grundlegend für die dreidimensionale Wahrnehmung ist allerdings an erster Stelle die anatomische Gegebenheit, dass der Mensch zwei Augen hat. So wird jedes Objekt stets aus zwei minimal unterschiedlichen Blickwinkeln wahrgenommen. Durch Akkommodation kann das Gesehene entschlüsselt werden. Die menschlichen Augen richten sich so aus, dass das Objekt scharf und richtig betrachtet wird. Auf den Netzhäuten beider Augen entsteht dabei ein einzelnes Abbild des Gesehenen. Diese Abbildung ist jedoch lediglich in Form einer zweidimensionalen Fläche vorhanden.

Wie wird aus diesen beiden Abbildungen ein dreidimensionales Bild?

Grundsätzlich funktioniert diese Form der Wahrnehmung nur bei vergleichsweise weniger weit entfernten Objekten. Bei weiter entfernten Dingen reicht der minimale Positionsunterschied der beiden Augen nicht aus, um eine räumliche Wahrnehmung zu erzeugen. Das eigentliche dreidimensionale Bild wird erst vom Gehirn erzeugt. Dieses dient nämlich dazu, die beiden Bilder der Augen zusammenzusetzen. Die Erfahrungswerte, welche im Gehirn verankert sind, sorgen dafür, dass ein korrekter räumlicher Eindruck entsteht. so können Entfernungen, Größen und Farben von Objekten richtig eingeschätzt werden. Sollten Menschen ein Auge verloren haben, ist es aber trotzdem noch möglich, Entfernungen und Größen richtig einzuschätzen. Hierzu ist dann allerdings ein gewisses Maß an Training vonnöten.

Wie kann ich das Erklärte selbst nachvollziehen?

Es ist ganz einfach ausprobierbar, dass jedes Auge sein eigenes Bild erzeugt. Hierzu muss man lediglich den ausgestreckten Arm mit einem ausgestreckten Zeigfinger vor sein Gesicht halten. Hinter dem Zeigefinger sollte sich ein wahrnehmbares Objekt befinden. Nun schließt man abwechselnd das linke und das rechte Auge. Es fällt sehr schnell auf, dass der Finger immer ein bisschen von links nach rechts oder umgekehrt wandert. Schließt man das rechte Auge, so bewegt sich der Finger leicht nach rechts. Schließt man das linke Auge, bewegt sich der Finger ein kleines Stück nach links. Diese beiden Bilder, welche von jedem wahrgenommen werden können, ermöglichen im Zusammenspiel schließlich, dass Dinge dreidimensional wahrgenommen werden können.

Der 3D-Druck setzt sich langsam aber sicher in vielen Branchen durch. Mit Kunststoffen kann schon seit langer Zeit sehr gut gearbeitet werden. Bei Metallen war dies bis jetzt noch nicht immer der Fall. Das Problem liegt bei gedruckten Metallen in der Struktur. Metalle sind schwieriger zu bearbeiten. Bisher konnte man entweder feste und stabile Metalle oder flexible Metalle drucken. Eine Kombination aus beiden Aspekten war nicht möglich. Neuerdings wurden allerdings Forschungen durchgeführt, welche möglicherweise den Durchbruch auf diesem Gebiet bringen könnten.

Welche neuen Techniken gibt es?

Es gibt zwei vielversprechende neue Vorgehensweisen. Einerseits haben Forscher der Stockholm University, der University of Birmingham und der Zhejiang University ein neues 3D-Druckverfahren für Metalle entwickelt. Dieses Verfahren wird als SLM-Technik bezeichnet. Die Metalle werden im Drucker sehr schnell abgekühlt. Die Rate liegt bei unglaublich hohen Werten. Durch die fehlende Zeit zur Anpassung werden Mikrostrukturen innerhalb des Metalls ausgebildet. Diese sorgen dafür, dass eine mechanische Dehnbarkeit vorhanden ist. Zudem wird aber auch eine stabile Struktur erreicht. Folglich entsteht durch diese Technik ein flexibles und dennoch stabiles Metall.

Andererseits wurde von der Universität Kassel eine neue Methode zum 3D-Druck von Metallen vorgestellt. Hier wurde eine TRIP-Stahl-Legierung zugrunde gelegt. Durch ein Elektronen-Druck-Verfahren wird ein hohes Maß an Wärme erzeugt. Der Stoff nimmt so die Fähigkeit an, sich vor Brüchen und Schäden zu schützen. In Kombination mit der SLM-Technik können so enorm widerstandsfähige und stabile Edelstahle entstehen.

Wie wurde die SLM-Technik erprobt?

Unter Zuhilfenahme von Elektronenmikroskopen ist ein genaues Testen der 3D-Druckerzeugnisse möglich. Das von chinesischen Forschern entwickelte Verfahren dient dazu, die Metalle bestmöglich unter analytischen Gesichtspunkten zu betrachten. Die Erforschung und stetige Verbesserung der Mikrostrukturen kann somit pausenlos voranschreiten. So bietet sich die Möglichkeit, die metallischen 3D-Drucke ständig weiterentwickeln zu können.

Wo kann die neue Technik zum Einsatz kommen?

Vor allem Luft- und Raumfahrt werden von dieser neuen technischen Errungenschaft profitieren. Allerdings wird dies auch bei der Automobilbranche der Fall sein. Mithilfe der neuen SLM-Technik können sensible Bauteile hergestellt werden. Diese sind nun auch in flexibler, sowie stabiler Form, produzierbar. Dabei bieten die 3D-Drucker für Metalle äußerste Präzision. Eine reibungslose, schnelle und dennoch hochwertige Ausarbeitung von Edelstahl wird so erst möglich.

Bisher werden Gegenstände im 3D-Druck mit Metallen meist aus Titan gefertigt. Hierbei ist allerdings eine Nachbearbeitung der Druckerzeugnisse unausweichlich. Dieser aufwändige und kostenintensive Arbeitsschritt würde bei der neuen Vorgehensweise mit Edelstahl wegfallen.

Vom 2D-Bild zu einem 3D-Objekt

Umwandlung der Bilddateien in ein geeignetes Druckformat

Zu Beginn muss die Bilddatei in eine Vektorgrafik, also SVG-Datei, umgewandelt werden. Einige Programme bieten dieses sogenannte Vektorisieren an. Die Vektorgrafik muss dann nach eigenem Geschmack und Empfinden angepasst werden. Das kann durch Veränderungen am Helligkeitswert und Schwellwert erreicht werden. Wenn man mit der Vektorgrafik zufrieden ist, muss man diese nur noch als normale SVG-Datei abspeichern. Die Vektorgrafik kann man dann in einem CAD-Programm laden und bearbeiten.

Man lädt die Vektorgrafik in das CAD-Programm, indem man diese in FreeCAD als neues Projekt importiert. Daraufhin muss man, jedes einzelne Teile hervorheben und dessen Länge definieren, um festzulegen, was wie lang und wie sichtbar sein soll. Sehr wichtig ist hierbei, dass man während dem Bearbeiten immer mal wieder das gesamte Projekt rotieren lässt, um seine eigene Arbeit zu kontrollieren. Denn am Ende soll alles mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen. Zum Schluss muss man das gesamte Projekt als STL-Datei abspeichern.

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Wenn man die STL-Datei gesichert hat, muss man diese mit einem Slice-Engine sozusagen in die Schichten zerschneiden, welche der Drucker dann als Vorlage übernimmt und ausdruckt. Für den Druck selbst, muss man einen Maschinencode oder auch G-Code erstellen lassen. Dieser wird von jedem 3D-Drucker benötigt. Der G-Code wird an den 3D-Drucker weitergegeben und man erhält mit ein bisschen Geduld das gewünschte Objekt.

Es gibt daneben auch eine einfachere Variante, um eine 3D-Druckdatei anzufertigen. Hierfür kann eine Smoothie-3D-Software genutzt werden, die aus einem 2D-Bild direkt eine STL-Datei erstellt. Die Software wurde extra dafür geschrieben und kann direkt für das schnelle Drucken, insbesondere für Ungeübte, verwendet werden. Die Software wurde auch dafür entwickelt, um 3D-Dateien schnell und einfach mit der Community auszutauschen. Mit der Software muss man nur noch die einzelnen Teile markieren und wie gewünscht anordnen. Man erstellt sofort eine 3-dimensionale Datei STL-Datei. Ab dem Moment, ab dem die STL-Datei besteht, ist wie oben bereits beschrieben vorzugehen.

 

Grundvoraussetzungen zum Umsetzen

Man benötigt als allererstes ein Bild. Aus diesem kann man dann mit Hilfe von einem speziellen Programm, beispielsweise Inkscape, eine Vektorgrafik erstellen. Weiterhin benötigt man eine CAD-Software. Man kann aber auch die Smoothie-3D-Software verwenden und somit nur eine Software anstelle von Zweien verwenden. Weiterhin benötigt man eine Vorstellung von dem gewünschten Objekt, also wie dieses aussehen soll. Auch benötigt man einen 3D-Drucker sowie einen Computer. Ebenso sollte man mit den genannten Programmen einigermaßen umgehen können, ansonsten helfen einem diverse Videos im Internet weiter.

Ablauf des Zusammenbauens

Zuerst braucht man eine Software, mit der man die 3-dimensionalen Objekte als Datei speichern und drucken kann. Dazu passend, benötigt man dann auch einen Prozessor und Motor für den Drucker. Als nächstes muss man die passenden Teile kaufen und zusammenbauen. Das funktioniert relativ gut mit den Bauplänen, die einem beispielsweise durch RepRap online zur Verfügung gestellt werden. Teilweise findet man sehr viele Teile, die bereits zusammengebaut sind, wodurch man insgesamt nicht mehr als 2 Stunden braucht, um die Drucker aufzubauen. Besondere Beachtung muss man der Verkabelung geben. Man benötigt etwa 42,4 m Kupferkabel, die in dem Drucker verbaut werden müssen. Für einige Modelle von RepRap gibt es sogar schon einige Anleitungen als Video, um die Verkabelung noch einfach zu gestalten. Und zu guter Letzt muss die Software installiert werden. Und dann kann es auch schon losgehen.

 

RepRap hilft gerne und viel

Die Organisation RepRap bietet Tüftlern und 3D-Druckinteressierten nicht nur wie andere Unternehmen das Zubehör für einzelne Bauteile oder Elemente eines 3D-Druckers an – nein, auf ihrer Website findet man sogar vier Druckermodelle einschließlich der gesamten Baupläne, die man somit ganz einfach selbst nachbauen kann. Zusätzlich hat RepRap die passende Software in ihrem Sortiment und kann einen zudem damit mit allem versorgen, was man für einen self-made 3D-Drucker benötigt.

iisvr-blog-3d-drucker-zum-selbst-bauen-werzeuge-hammer-zange

Bausätze für 3D-Drucker

Wenn man einen 3D-Drucke bauen will, muss man sich also nicht komplett alle Ideen aus dem Finger saugen. Denn es gibt von diversen Herstellern eine Art Bausatz für einen eigenen 3D-Drucker. Die Bauanleitungen und -materialien sind in verschiedenen Preisklassen erhältlich und unterscheiden sich daher auch in ihrer Qualität. Natürlich wurden solche Bausätze von diversen Unternehmen getestet. Von Local Motors wurde beispielsweise ein Bausatz getestet, welcher relativ gut abschnitt und als empfehlenswert beschrieben wurde. Man sollte beim Kauf immer darauf achten, dass sowohl ein Extruder als auch eine STL-Schnittstelle bei den Bausätzen vorhanden sind, da diese sehr wichtigen Bestandteile des 3D-Druckers sind.

 

Software als wichtiger Bestandteil

Für einen selbstgebauten Drucker muss man dabei nicht immer viel ausgeben. Auch mit billigeren Teilen kann man sich einen guten 3D-Drucker bauen. Aus einigen Erfahrungsberichten geht hervor, dass man nicht unbedingt eine teure Software braucht. Beispielsweise ist die Freeware-Variante von Sketchup eine gute Option. Jedoch sollte man zuerst sich eine geeignete CAD-Software zulegen und dazu das passende Drucker-Modell aussuchen. Natürlich kann man das auch andersherum gestalten und erst den Drucker bauen. Jedoch funktioniert dieser ausschließlich mit einer geeigneten Software. Nur die spezielle Software kann Dateien erzeugen, welche von dem Drucker gelesen und gedruckt werden können.

Die Geschichte des Erfinders und seines Unternehmens

Charles W. „Chuck“ Hull wurde am 12. Mai 1939 in Colorado geboren und ging dort bis 1961 auf die Universität. Sein Studium schloss er mit dem Bachelor der Naturwissenschaften als Physikingenieur ab. Daraufhin arbeitete er als Vizepräsident des Ingenieurings in dem Unternehmen UVP in Kalifornien. Hier entdeckte er das allererste 3D-Druckverfahren und gründete später sein eigenes Unternehmen 3D Systems, welches noch bis heute besteht. Mittlerweile ist das Unternehmen ein internationaler Hersteller von 3D-Drucksystemen, die das SLA-Verfahren nutzen.

Nicht nur Drucksysteme wurden von 3D Systems entwickelt, sondern auch die geeigneten Materialien mit den benötigten Anforderungen wurden entwickelt. Bis heute hält das Unternehmen knapp 400 Patente, welche alle aus dem Bereich der 3D-Drucktechnologie stammen. Damit hat Chuck Hull den Grundstein für den 3D-Druck gelegt, die Technikwelt revolutioniert und ist noch heute mit seiner Firma einer der wichtigsten Entwickler, wenn es um die Weiterentwicklung des 3D-Drucks geht.

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So entstand das erste 3D-Druckverfahren

Chuck arbeitete in der Firma UVP. Zu der damaligen Zeit galt Kunststoff hauptsächlich als Oberflächenbeschichtungsmaterial. Diese Tatsache sowie die gefühlte Ewigkeit, die man damals mit dem Warten während des Baus eines Prototyps verbrachte, führten Hull zu seiner revolutionären Entdeckung. 1983 entdeckte er, dass man mit UV-Licht den flüssigen Kunststoff aushärten lassen kann. Viele würden meinen, das Sprichwort „Not macht erfinderisch“ hätte sich damals bewahrheitet, obwohl es in diesem Fall eher die Langeweile war, die Hull antrieb. Sein Verfahren erinnert sehr an die heutigen SLA-, FTI-, MJM- und DLP-Verfahren, da all diese Techniken ebenfalls mit Hilfe von flüssigem Material und UV-Licht funktionieren.

In den folgenden Jahren bastelte Hull in seinem Labor weiter an seiner heißgeliebten, neuen Maschine. Als der erste Druck vollendet war, rief er noch in der gleichen Nacht bei seiner Frau an, dass sie doch bei ihm im Labor vorbeikommen solle, um seine Entdeckung zu begutachten. Somit schuf er das erste Verfahren zum Drucken von 3-dimensionalen Gegenständen. Das erste auf diese Art und Weise gedruckte Objekt war eine dunkelbraune Plastikschale, die sowohl Riffeln als auch Aussparung besaß. Seine Erfindung macht es möglich, den eigentlich tagelang dauernden Prozess für die Entwicklung von Prototypen zu umgehen und somit zu beschleunigen.

Das Patent für sein Verfahren, die „Stereolithography“ (SLA), meldete Hull am 8. August 1984 an. Es wurde am 11. März 1986 freigegeben. Daraufhin gründete Hull das Unternehmen 3D Systems und produzierte von diesem Zeitpunkt an 3D Drucker. Die Drucker waren zunächst hauptsächlich zur Erstellung von Prototypen gedacht. Tatsächlich ist der Hauptverwendungszweck bis heute der gleiche wie damals. Jedoch hatte Hull damals bestimmt nicht damit gerechnet, dass seine Technologie knapp 30 Jahre später soweit gereift sein würde, dass man die Geräte für den „Bau“ von Essen, Möbeln oder sogar von Häusern nutzen kann.

Beim 3D Drucken werden bestimmte Objekte in der Regel aus Kunststoff gedruckt, wobei auch andere Materialien zum Einsatz kommen können. Dieser Kunststoff wird durch einen Antrieb in den Kopf des 3D Druckers gezogen, wo er durch Wärme schmilzt und schließlich in feinen Fäden auf eine Platte aufgetragen wird. Diese Platte wandert bei dieser Art von Druckvorgang nach unten, während die dünnen Plastikschichten Schritt für Schritt übereinander aufgetragen werden, wodurch nach und nach das dreidimensionale Objekt geformt wird.

Wenn der 3D Druck erst einmal gestartet ist, läuft alles ganz einfach ab, bis dahin sind aber im Vorfeld einige Schritte notwendig, die nicht ganz so einfach sind. Eine perfekte 3D Datei, die Grundlage für jeden 3D Druck ist, am Computer selbst zu erstellen, ist leider gar nicht so leicht, wie es auf Anhieb klingen mag. Für Fachleute, wie zum Beispiel Designer bestimmter Produkte, die sich mit 3D Applikationen auskennen, sind 3D Drucker allerdings schon jetzt eine gute Möglichkeit, um von ihren Entwürfen preisgünstige Modelle herzustellen.

(Video zu finden auf Objectplot.de)

3D Drucker sind etwas völlig anderes als herkömmliche Drucker, die man von seinem heimischen PC her kennt und an dem Tag für Tag irgendwelche Dokumente, Flug- und Zugtickets oder sonstiges ausgedruckt werden. Mit einem 3D Drucker werden keine Texte oder Bilder ausgedruckt, sondern vielmehr greifbare Gegenstände wie Vasen, Silberschmuck oder diverse Modelle aus dem Modellbau, für die vorab eine entsprechende 3D Datei am Computer generiert wurde. 3D Drucke werden immer populärer, doch natürlich stellt sich dabei auch die Frage, ob wir mit Riesenschritten in ein ultra-modernes Zeitalter schlittern, in dem jeder einen 3D Drücker im Wohnzimmer oder hauseigenen Büro stehen hat. Die Zukunft wird es zeigen aber eines ist auf jeden Fall sicher: die Möglichkeit Objekte in 3D zu drucken ist absolut faszinierend, wie Mister Spock vom Raumschiff Enterprise sagen würde, und ist darüber hinaus im Moment auf dem besten Weg unsere ohnehin schon weitgehend technisierte Welt nachhaltig zu bereichern. Was früher nur für milliardenschwere Industrieunternehmen eine Rolle gespielt hat, ist nun mittlerweile beinahe schon für jeden erschwinglich. Dafür ist es noch nicht einmal notwendig einen eigenen 3D Drucker zu Hause stehen zu haben. Wer eine spezielle Idee hat und davon ein wirklichkeitsgetreues Modell in seinen eigenen Händen halten möchte, kann dies ohne weiteres auch jetzt schon zu relativ günstigen Konditionen bei einem Anbieter von 3D Drucken in Auftrag geben. Auf diese Weise kann eine persönliche Vision ganz schnell zur Wirklichkeit werden. Dabei hat das Ganze absolut nichts mit Science Fiction zu tun. Fest steht allerdings, dass es sich bei der 3D Druck-Technologie um eine absolut bahnbrechende Erfindung handelt, die möglicherweise schon in sehr naher Zukunft überall anzutreffen ist. Schließlich hätte vor nicht allzu langer Zeit kaum jemand daran gedacht, dass bald jede Person mit einem Handy in der Hand unterwegs sein würde – vom Ausmaß der Nutzung des Internets ganz zu schweigen.

Nochmal zur Verdeutlichung: 3D Drucker produzieren keine Seiten mit Texten darauf, sondern dreidimensionale Gegenstände. Einige Anhänger von 3D Druckern malen sich jetzt schon aus, dass zum Beispiel Haushaltsgegenstände, in Zukunft nicht mehr in einem Laden gekauft werden, sondern jeweils lediglich noch ein 3D Modell erstellt wird und wir eine neue Kaffeetasse selbst zu Hause mit einem 3D Drucker herstellen. Wie weit uns die Technologie 3D Druck in Zukunft führen wird, bleibt abzuwarten. Tatsache ist allerdings, dass mittlerweile schon 3D Drucker auf den Markt gekommen sind, die weniger als 2000 Dollar kosten. Wenn man sich vorstellt, dass dieser Preis auch nicht teurer ist, als würde man sich einen alten Gebrauchtwagen anschaffen, liegt die Vision nahe, dass bald schon in so gut wie jedem Haushalt ein 3D Drucker stehen wird.

3D Drucker in Berlin: ObjectPlot.de